Informationen zu unserer Zusammenarbeit mit Doron Schneider und deren Beendigung

Unser Verein hat diverse Anfragen bezüglich der Beendigung unserer Zusammenarbeit mit Doron Schneider und seinen öffentlichen Darstellungen erhalten. Jetzt haben wir uns entschlossen, unsere zahlreichen Freunde, Förderer und Spender in angemessener Form zu informieren.

Frühere Verbundenheit mit Doron Schneider

Unser Verein lernte Doron Schneider im Jahr 2007 kennen. Wir luden ihn in den folgenden Jahren mehrmals zu Interviews und Gesprächen in von uns produzierte TV-Sendungen ein (u.a. „Shalom Chaverim“ und „Eizes Monokel“). Außerdem durften wir ihn zu unserem erweiterten Vereinsvorstand zählen, wofür eine Vereinsmitgliedschaft nicht erforderlich war.

Beginn der Zusammenarbeit

Bei einem privaten Treffen im Februar 2017 bat Doron Schneider unseren 1. Vereinsvorsitzenden Rainer Kretschmer, ihn künftig auf seinen monatlichen Vortragsreisen zu begleiten („…du hast doch als Rentner nun viel Zeit…“). Ab März 2017 begleitete Herr Kretschmer Doron Schneider bei seinen Vortragsreisen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

Doron Schneider wird Vereinsmitglied und
2. Vorsitzender

Im Juni 2017 berichtete Herr Schneider während einer Vortragsreise von administrativen Problemen, die er seit seinem Ausscheiden aus der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem – ICEJ (Ende 2015) hatte. Daraufhin schlug unser 1. Vorsitzender dem Verein und Doron Schneider vor, zukünftig die Förderung und Betreuung von Hilfsprojekten in Israel zu übernehmen. Außerdem sollte Doron Schneider durch Aufnahme in den Verein und Berufung in den Vereinsvorstand in die Vereins-Verantwortung eingebunden werden.

Auf unserer ABISJA-Mitgliederversammlung am 20. August 2017 wurde Doron Schneider offiziell als Vereinsmitglied aufgenommen und zum 2. Vorsitzenden in den Vorstand gewählt. In seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied mit Wohnsitz in Israel wurde er mit der Leitung, Betreuung und Überwachung der von unserem Verein geförderten Projekte in Israel beauftragt.

Durchführung der Israelprojekte

Doron Schneider erhielt seitdem projektgebundene Spendengelder in bar oder per Überweisung auf sein Konto, um die laufenden Projekte in Israel auszuführen. Doron Schneider wurde von unserer Buchhalterin zudem umfassend auf die Notwendigkeit einer korrekten und nachvollziehbaren Dokumentation des Einsatzes von Projektgeldern hingewiesen. Leider kam Doron Schneider dieser Aufforderung nicht nach.

In den folgenden Monaten forderte unsere Vereinsbuchhalterin von Doron Schneider regelmäßig die entsprechenden Projektdokumentationen und -abrechnungen an. Sie wurde von Doron Schneider mehrfach vertröstet, der bei seinen Vortragsreisen nach Deutschland dann mitteilte, die geforderten Belege in Israel vergessen zu haben. Die ersten Belege oder Belegkopien erhielten wir Ende Oktober 2017. Die Belege und Quittungen waren auf Hebräisch oder Englisch und völlig unsortiert. Die Projektdokumentationen fehlten vollständig. Doron Schneider hatte lediglich bei einigen Belegen handschriftliche Übersetzungen ins Deutsche oder Projektnamen angefügt.

Unsere Buchhalterin verwendete diese Belege im Vertrauen auf die Korrektheit der von unserem damaligen 2. Vorsitzenden angebrachten schriftlichen Angaben für die Buchhaltung. Die im Oktober 2017 eingereichten Nachweise und Rechnungen belegten aber nur einen kleinen Teil der bis dahin in Israel verwendeten Spendengelder.

Im Frühjahr 2018 reichte Doron Schneider weitere gleichartige und nicht ausreichend dokumentierte Belege ein. Unser Vereinsvorsitzender forderte daraufhin von Doron Schneider die Nachbesserung und Korrektur der unvollständigen Nachweise über die Verwendung der Spendengelder mehrfach an.

Im Mai 2018 beschlossen die übrigen Vorstandsmitglieder dann, dass der Verein solange keine weiteren Spendengelder an Doron Schneider weiterleiten wird, bis die Verwendungen der bisher ausgezahlten Projektgelder durch ihn nachgewiesen sind. Zu diesem Zeitpunkt lagen dem Verein für über 70.000 Euro gar keine Belege und Nachweise vor. Bei mindestens weiteren 60.000 Euro sind die vorgelegten Belege zweifelhaft bzw. nicht nachvollziehbar.

Zudem baten wir den Pastor Joachim Jäger, vom ChristusZentrum Braunschweig, um geschwisterliche Vermittlung in dieser Angelegenheit.

Beendigung der Zusammenarbeit

Nachdem Doron Schneider mit den Maßnahmen des übrigen Vorstandes nicht einverstanden war, gab er öffentlich mit seinem Rundbrief vom 28.05.2018 unter der Schlagzeile „Gründe nie einen Verein“ seine Trennung von ABISJA e.V. bekannt.

Nach weiteren Gesprächen mit Pastor Jäger reichte Doron Schneider im Juni 2018 erneut unzureichende Belege ein. Trotz wiederholter Anforderung, angemessen Rechenschaft über die Verwendung der Projektgelder abzugeben, zeigte sich Doron Schneider in den folgenden Wochen weiterhin uneinsichtig.

In der Zwischenzeit hatte unser 1. Vorsitzender die bislang vorgelegten Belege und Zahlungsvorgänge strukturiert aufgearbeitet und teilweise übersetzen lassen. Dabei wurde das Ausmaß der nicht nachvollziehbaren Verwendung von Spenden- und Projektgeldern durch Doron Schneider noch konkreter erkennbar. Zudem wurde festgestellt, dass mit der Vereins-Kreditkarte von Doron Schneider erhebliche Ausgaben für private Zwecke getätigt wurden.

Doron Schneider wurde zunächst aufgefordert, die privat verwendeten Vereinsgelder unverzüglich auf das Vereinskonto zurück zu überweisen. Außerdem erhielt er erneut die Möglichkeit, genaue Angaben zu den einzelnen Ausgaben der von ihm überwachten Projekte in Israel zu machen sowie die entsprechenden Projektdokumentationen vorlegen.

Suspendierung des 2. Vorsitzenden Doron Schneider

Leider erfolgte von Doron Schneider keine angemessene Erledigung und keine Rückzahlung der privat verwendeten Gelder. Aus diesem Grund haben wir die Zusammenarbeit mit ihm beendet und er wurde am 10. Juli 2018 vom übrigen Vereinsvorstand als 2. Vorsitzender suspendiert. Dieser Vorstandsbeschluss über die Suspendierung wurde am 03. August 2018 von der außerordentlichen ABISJA-Mitgliederversammlung bestätigt.

Rückforderung der Spendengelder

Im Juli und August 2018 wurde Doron Schneider dann vom Verein mit weiteren Schriftsätzen aufgefordert, die nicht satzungsgemäß verwendeten und nicht ordnungsgemäß belegten Spendengelder zurückzuzahlen. Die Rückforderungen von Spendengeldern lassen sich in drei Gruppen unterteilen:
1. Spendengelder, die für private Zwecke verwendet wurden.
2. Spendengelder, für die gar keine Belege und Nachweise vorliegen.
3. Spendengelder, deren Verwendungsnachweise untauglich oder nicht nachvollziehbar sind.

Interessierte können hier einen unserer Schriftsätze mit Rückzahlungsaufforderungen an Doron Schneider einsehen

ABISJA e.V. erstattet Strafanzeige gegen Doron Schneider

Als unvermeidbare Konsequenz aus den oben beschriebenen Vorgängen haben wir am 15. August 2018 bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig Strafanzeige wegen Veruntreuung von Spendengeldern und Verleumdung / übler Nachrede gegen Doron Schneider gestellt. Auf Bitten der Ermittlungsbehörden gaben wir in den darauffolgenden Monaten, in dieser Sache, keine öffentlichen- bzw. ausführlichen Erklärungen ab.

Es tut uns leid

Wir bedauern diese Entwicklung zutiefst und bitten alle Freunde, Unterstützer und Spender für den Umstand um Vergebung, dass wir in der Zeit der Zusammenarbeit mit Doron Schneider nicht in der Lage waren, die bestimmungsgemäße Verwendung der doch erheblichen Spenden zugunsten Israels sicherzustellen.